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VfR II feiert Meisterschaft


(Foto: Nohe) Die U23 des VfR Mannheim ist Meister der Kreisklasse A1.

5:0-Sieg in Neckarhausen beschert den Rasenspielern den Aufstieg in die Kreisliga
(sw) Es ist geschafft: Die U23 des VfR Mannheim hat durch einen 5:0-Sieg beim FC Viktoria Neckarhausen am letzten Spieltag die Meisterschaft in der Kreisklasse A1 perfekt gemacht und kehrt nach 2 Jahren zurück in die Kreisliga Mannheim. Mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Verfolger FC Hochstätt Türkspor und TSV Neckarau ging es ins Saisonfinale. Die Mannheimer mussten beim Kellerkind also auf jeden Fall gewinnen, um den 1. Platz ohne Schützenhilfe verteidigen zu können.

Bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad stellte das Team von Trainer Giuliano Tondo die Weichen früh auf Sieg. Bereits nach 5 Minuten beförderte Njaga Manneh die Kugel über die Torlinie, die Meisterschaft war in greifbarer Nähe. Nach einem Doppelschlag von Christopher Hiller (22./30.) stand es 0:3 und der Sekt konnte schon mal kaltgestellt werden. Auch im zweiten Durchgang ließen die Blau-Weiß-Roten nichts mehr anbrennen und in der Schlussphase sorgten Dennis Wilson (76.) und Fred Lundahl (79.) für den 5:0-Endstand.
Danach war nur noch Feiern angesagt. Die Sektkorken knallten und aus den Händen des Fußballkreisvorsitzenden Harald Schäfer nahm VfR-Kapitän Pavlos Sidiropoulos die Meisterschale in Empfang, um danach mit seinen Meisterkollegen in eine Hüpforgie zu starten! Danach ging es dann noch zu den über 50 mitgereisten VfR-Fans für die obligatorische La Ola!

Auch der U19 der Rasenspieler gelang ein positiver Saisonabschluss. Zwei Tage nach dem unglücklichen 0:1 im Kreispokalfinale gegen den TSV Amicitia Viernheim, ergatterte man am Samstag beim 2:2 gegen den Tabellenführer SG Heidelberg-Kirchheim einen Punkt und sicherte sich so Platz 3 in der Tabelle. Die beste Platzierung der A-Jugend seit dem Aufstieg im Jahre 2012! Auch hier sagen wir: Herzlichen Glückwunsch!

VfR beendet Saison auf Platz 9
Rasenspieler verlieren Derby trotz guter Leistung
(mk) Einer kampf- und willensstarken Leistung zum Trotz, setzte es für den VfR Mannheim zum Saisonabschluss eine unglückliche 1:3-Auswärtsniederlage beim Verbandsligameister VfB Gartenstadt. Grund für die Pleite war schlicht die individuelle Stärke eines Andreas Adamek, der mit einem ansehnlichen Freistoßtor den kleinen, jedoch feinen Unterschied ausmachte.

Lange Zeit sahen die 250 Zuschauer im Erich-Schäfer-Sportpark eine Partie, welche von den Abwehrreihen dominiert wurde. Die Heimmannschaft wirkte einen Tick zielstrebiger als der VfR, schaffte es allerdings nicht, klare Torchancen herauszuspielen. Die blau-weiß-rote Defensive agierte nämlich sehr stabil, da sie die Räume zum richtigen Zeitpunkt verschob, clever antizipierte und die notwendige Zweikampfstärke an den Tag legte, um den eigenen Kasten über einen langen Zeitraum sauber zu halten. Falls mal was aufs Tor kam, wirkte Sinan Bal im Kasten größtenteils sicher und ließ nichts anbrennen. Ein Distanzschuss von Christian Kuhn, der knapp am rechten Torpfosten vorbei ging, war hierbei noch am gefährlichsten (34.).

Offensiv tat sich die Secerli-Elf hingegen schwer. Der VfB kassierte in der nun abgelaufenen Spielzeit die mit Abstand wenigsten Tore und ließ bis tief in die Mitte der ersten Halbzeit wenig zu. Nicht auf der Rechnung hatte der Tabellenführer aber allen Anschein nach Daniel Olaoye. Der pfeilschnelle Flügelspieler markierte in der 35. Spielminute die Gästeführung, indem er sich gut von seinem Gegenspieler löste und nach Vorarbeit von Abdelrahman Mohamed aus anspruchsvollen Winkel zum 0:1 einnetzte.

Die Freude währte allerdings nur kurz. Eine Minute später stand es nämlich 1:1. Der alleingelassene Tim Krohne erzielte nach einer Flanke des Ex-VfR'lers Eric Schaaf den raschen Ausgleich. In dieser Szene wirkte die bis dato starke Hintermannschaft nicht überzeugend. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Zwischenfazit: Dass hier zwei Mannschaften aufeinandertrafen, die 7 Tabellenplätze und 23 Punkte auseinanderlagen, wurde zu keinem Zeitpunkt deutlich.

Auch in der zweiten Halbzeit bot sich zunächst ein ähnliches Bild wie in Hälfte eins. Beide Teams agierten auf Augenhöhe und vermochten es nicht, hundertprozentige Tormöglichkeiten zu kreieren. Der VfR spielte nun aber aggressiver und griff auch früher an. Somit verlagerte sich das Spielgeschehen auch häufiger in die Hälfte der Gartenstädter. Trotzdem war es Sinan Bal zu verdanken, dass es nach einer knappen Stunde beim 1:1 blieb. An der Strafraumkante packte Eric Schaaf den Hammer aus und stellte den VfR-Schlussmann vor eine anspruchsvolle Aufgabe (59.). Kurz darauf tankte sich Tim Krohne auf der rechten Außenbahn durch und fand im Zentrum Marcel Schwöbel, der den Ball jedoch über das Tor setzte (60.).

Der VfR hingegen hatte mit Mahmut Cosgun aus aussichtsreicher Position die Möglichkeit zur Führung. Der stark spielende Cosgun hatte in dieser Situation das Leder aber nicht optimal erwischt (61.). Serkan Secerlis Mannschaft blieb weiter bissig in den Zweikämpfen und ließ sich auch im läuferischen Bereich nicht von der Hitze beeindrucken. Da das Team in dieser Formation äußerst selten bis gar nicht zusammenspielte, waren Abstimmungsprobleme aber auch vorprogrammiert.

Nach 76 Minuten bediente der eingewechselte Can Özgün Abdelrahman Mohamed, der sich im Laufduell gegen Patrick Geissinger durchsetzte, jedoch mustergültig. Zur Führung reichte es wiederum nicht, da Dennis Broll, Gartenstadts Keeper, das eins gegen eins Duell für sich entschied und seinen Ruf als hervorragender Torhüter einmal mehr untermauerte. Die Rasenspieler hatten nun aber Lunte gerochen und wollten zum Saisonabschluss einen Überraschungserfolg feiern. Zwei Minuten später spielte Mahmut Cosgun in die Schnittstelle und fand erneut Mohamed, der sich wieder gegen Geissinger durchsetzte, dieses Mal aber gelegt wurde. Schiedsrichter Faller entschied auf Freistoß. In den Augen einiger VfR-Spieler hätte dies viel mehr ein Elfmeter sein müssen. Ein Blick auf die Wiederholung im Livestream ließ jedoch erahnen, dass der Unparteiische richtig entschieden hatte. Der auszuführende Freistoß von Piero Adragna war allerdings auch nicht ungefährlich, konnte vom Gartenstädter Schlussmann dennoch entschärft werden (80).

Chancenlos hingegen war Sinan Bal beim 2:1 für den Meister. Andreas Adamek zirkelte den Ball elegant in die Maschen und brachte mit diesem Freistoßtreffer sein Team auf die Siegerstraße. Daniel Zahnleiter verwandelte in der letzten Aktion des Spiels auch noch einen fälligen Strafstoß und sorgte somit für den 3:1-Endstand.

Unterm Strich war beim VfR eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den letzten drei Partien zu erkennen. Leistungstechnisch konnte man, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass einige Akteure mit weniger Erfahrung und Spielpraxis auf dem Platz standen, durchaus zufrieden sein. Am Ende war das Momentum allerdings nicht auf der blau-weiß-roten Seite. In der Endtabelle muss man sich in dieser Saison mit einem enttäuschenden 9. Platz zufrieden geben.

VfB Gartenstadt - VfR Mannheim 3:1 (1:1)

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