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Erster Löwen-Talk: "Toller Schritt für den Handball"


Stefan Kretzschmar sprach von einer scheinheiligen Typen-Debatte, Karsten Petry zog eine harte Trennlinie zwischen WM-Hype und Mitgliederschwund, Jennifer Kettemann forderte die ganze Handball-Welt dazu auf, junge Menschen von der Sportart zu begeistern. Die Premiere des Löwen-Talk, dem neuen Talkformat der Rhein-Neckar Löwen, hat nicht nur starke Sätze, sondern auch jede Menge Denkanstöße für die Handball-Branche geliefert.

Moderiert von Sport-Journalist Frank Schneller entwickelte sich am Sonntagmittag im Hilton Garden Inn am Mannheimer Hauptbahnhof schnell die avisierte lebhafte Diskussion, innerhalb derer Handball zwar immer das wichtigste, aber nie das alleinige Thema war. Schließlich sollte es darum gehen, gerade durch den Blick über den Tellerrand neue Erkenntnisse für die Entwicklung der gesamten Sportart zu gewinnen. Oder es zumindest redlich zu versuchen.

„Typen kann man nicht kreieren“

Gesprochen und – wie beabsichtigt – auch kontrovers diskutiert wurde unter anderem über die nicht nur im Handball allgegenwärtige Typen-Frage. Gibt es zu wenige davon? Und wenn ja, warum? Und was sind Typen überhaupt? Was macht sie aus? Stefan Kretzschmar, in der öffentlichen Wahrnehmung einer der Handball-Typen schlechthin, hat seine ganze eigene Meinung dazu und brachte sie beim Löwen-Talk auf den Punkt.

„Typen kann man nicht kreieren. Das ist ausgeschlossen“, sagte der ehemalige Weltklasse-Linksaußen und zog Vergleiche zu anderen Sportarten. „Ein Zverev wird nie ein Becker, ein Vettel nie ein Schumacher.“ Charisma, so der 46-Jährige, ließe sich nicht künstlich herstellen. Auch keine Marketing-Agentur. Karsten Petry, als Deutschland-Chef der Vermarktungsagentur Octagon quasi direkt angesprochen, pflichtete seinem Podiumskollegen bei und brachte das Beispiel Philipp Lahm.

„Wir wollen zeigen, was für tolle Persönlichkeiten wir haben“

In dieser Frage ginge es neben der sportlichen Leistung zuallererst um Authentizität. So sehe er Philipp Lahm als deutschen Fußball-Helden, nicht aber als Unternehmensexperte, wie man ihn aktuell zu positionieren versuche. Jennifer Kettemann, Geschäftsführerin der Rhein-Neckar Löwen und zusammen mit Frank Schneller Initiatorin des Löwen-Talk, verwies darauf, dass es im Handball durchaus genug starke Typen gebe, nicht zuletzt in ihrer Mannschaft. Es gelte aber, dies auch einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

„Wir als Löwen tun das auch verstärkt. Wir wollen zeigen, was für tolle Persönlichkeiten wir bei uns haben“, sagte Kettemann und traf sich an diesem Punkt mit der Meinung von Stefan Kretzschmar, der den Handball in dieser Hinsicht auf einem guten Weg sieht. Es gebe mehr und mehr Inhalte, die nach außen getragen würde, seien es Podcasts, längere Interviews – oder eben nun auch den Löwen-Talk. Bei der Typen-Diskussion verwies er aber auch mit Nachdruck auf eine gewisse „Doppelmoral“.

Meinung versus Phrasen

Man fordere, Leute sollten ihre Meinung sagen, und zerreiße sie dann, sobald sie das getan haben. „Das ist doch scheinheilig.“ Zudem glorifiziere man auch das, was sogenannte Typen von sich gaben oder immer noch geben. „Zum Beispiel habe ich früher überwiegend idiotische Sachen gesagt, Phrasen rausgehauen.“ Wichtiger sei es, mündige Handballer zu haben, die auch mal etwas Kritisches äußern und sich mit Dingen auseinandersetzen, zu denen sie eine Meinung haben sollten, ergänzt Karsten Petry.

Wie man junge Menschen für den Handball begeistern kann, ob E-Sport und Konsolenspiele den Sport zu den Kindern bringen sollten und was die Löwen auf dem Sektor „Neue Technologien“ planen – dies alles spielte im Verlauf der rund 80-minütigen Gesprächsrunde eine wichtige Rolle. Auch in der anschließenden Fragerunde, in die sich unter anderem Welthandballer und Ex-Löwe Henning Fritz lebhaft einschaltet, ging es noch einmal spannend zur Sache.

Aufzeichnung demnächst auf Youtube-Kanal der Löwen

Dies alles kann man demnächst auf dem Youtube-Kanal der Rhein-Neckar Löwen noch einmal in Abschnitten oder voller Länge angeschaut werden. Die Löwen haben den Löwen-Talk samt Publikumsfragen in Gänze aufgezeichnet. Das erste Echo war rundweg positiv: „Eine sehr tolle Idee“, sagte Axel Kromer, als DHB-Sportdirektor einer der prominenten Publikumsgäste der Premiere und ergänzte: „Dass die Löwen das machen, ist ein toller Schritt für den Handball.“

Henning Fritz sagte: „Wir wollen uns als Handballer ja nicht nur selbst loben, sondern über Probleme reden und Dinge zum Guten verändern. Dafür ist der Löwen-Talk gut.“ Man müsse immer wieder kritisch hinsehen und diese Kritik auch äußern. Natürlich immer mit dem Gedanken, ergebnisorientiert zu sein und der Sportart zu helfen. Auch dies ist einer der starken Sätze, die den ersten Löwen-Talk und seine geplante Fortsetzung begleiten werden.

Pressemitteilung Rhein-Neckar Löwen, Rüdiger Ofenloch

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