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Weltmeister Zeitz kommt

Seine geliebte Nummer 20 darf er auch in Nußloch tragen. So wie in Kiel, so wie in Ungarn, bei Veszprem. Christian Zeitz, 38, hat schon viel erlebt; er hat vielleicht so viel wie kaum ein anderer Handballer erlebt. Der gebürtige Heidelberger, der seine Profilaufbahn bei der SG Kronau/Östringen, die sich später zu den Rhein-Neckar Löwen unbenannten, begann, weiß, wie es auf der ganz großen Bühne ist, er hat alle Schlachten geschlagen.

Unvergessen, als sich „Zeitzi“ gemeinsam mit der Handball-Nationalmannschaft 2007 unter Heiner Brand im eigenen Land zum Weltmeister krönte, als die ganze Nation plötzlich seinen Namen kannte und die Spieler aus diesem Überraschungsteam auch über den Handballsport hinaus zu echten Stars reiften. Es war einer der Höhepunkte seiner Karriere. Schließlich lief Zeitz insgesamt 166 Mal für das DHB-Team im rechten Rückraum auf und erzielte dabei 458 Tore. Die Wucht, mit der Zeitz den Ball mit seinem linken Unterarm beschleunigen kann, ist noch heute deutschlandweit gefürchtet. Schon zuvor gewann er 2004 in Slowenien die Goldmedaille bei der Europameisterschaft, im gleichen Jahr gab es Silber bei den Olympischen Spielen in Athen - Olympiagold blieb ihm verwehrt.

Das sollte aber auch der einzige fehlende Triumph sein in einer Titelsammlung, die er vor allem mit dem THW Kiel begann und später mit Veszprem ausbaute. Selbst für gestandene Profis ist diese beeindruckend: Neunmaliger Deutscher Meister, siebenfacher Pokalsieger, dreifacher Champions-League-Sieger, fünffacher Supercup-Sieger - zudem gab’s mit Kiel 2011 den Superglobe und 2004 den EHF-Cup. Die Bilanz aus zwei Jahren bei Veszprem: zweimaliger ungarischer Meister, zweimaliger ungarischer Pokalsieger - wie könnte es auch anders sein. Zeitz ist ein Siegertyp.

Und so ist es mit einer echten Sensation gleichzusetzen, dass dieser Mann seit dieser Saison in der kleinen, beschaulichen 3. Liga Ost für die SG Nußloch auf Torejagd geht. Statt nach Flensburg, Hannover oder Melsungen fährt der Bus in diesem Jahr nach Baunatal, Bruchköbel oder Gelnhausen. Ein Umstand, mit dem Zeitz erst einmal klar kommen musste, zumal er - logischerweise - für jeden Gegner der Gejagte ist: Wenn es gegen Handballlegende Zeitz geht, ist man noch einmal besonders motiviert.

So wird es auch am kommenden Samstag (19 Uhr) sein, wenn die SG Leutershausen die SG Nußloch zum Heimspiel in der Leutershausener Heinrich-Beck-Halle empfängt. Während Zeitz mit der SGN aktuell auf dem zweiten Platz steht, könnte der Klassenprimus ThSV Eisenach an diesem Tag die Meisterschaft bereits perfekt machen: Sollten die Ostdeutschen ihr Heimspiel gegen Nieder-Roden gewinnen und gleichzeitig die Roten Teufel Nußloch schlagen, wäre der Titel perfekt. Zeitz wird da wohl etwas dagegen haben, schließlich ist er ein Siegertyp.

Karten gibt es noch in der Geschäftsstelle.

Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag von 9 bis 12.30 Uhr

Mittwoch, Donnerstag und Freitag zusätzlich von 15 bis 18 Uhr

SG Leutershausen – SG Nußloch
Samstag, 9. März, 19:00 Uhr
Heinrich-Beck-Halle, Leutershausen

Pressemitteilung SG Leutershausen, Tillmann Bauer

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