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AiL - Trauer um Anton Nagl


(Foto: AiL) Anton Nagl, rechts, mit Dietmar Hopp.

Gründungsvater der gemeinnützigen Organisation Anpfiff ins Leben e.V. ist gestorben
Vereinsführung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Anpfiff ins Leben e.V. trauern um ihren Gründungsvater, langjährigen 1. Vorsitzenden und Ehrenpräsidenten Anton Nagl.

Anton Nagl starb am 12. März 2018 im Alter von 80 Jahren nach langer, schwerer Krankheit.
Nach einer kaufmännischen Ausbildung und dem Besuch einer renommierten Textilfachschule führten ihn diverse Stationen als Führungskraft bei einem großen internationalen Bekleidungshaus von St. Gallen über Berlin nach Heidelberg.

Mit Beginn seines Ruhestandes widmete sich Anton Nagl ganz seiner Leidenschaft Fußball. In der Vorstandschaft der beiden Vereine TSG 1899 Hoffenheim und FC-Astoria Walldorf engagierte er sich ehrenamtlich mit großem persönlichen Einsatz für die Jugend.
Inspiriert durch das Motto „Kinder sind unsere Zukunft“ entwickelte er die vorbildliche Idee einer ganzheitlichen Nachwuchsförderung, die die Bereiche Sport, Schule, Beruf und Soziales umfasst.

Seine Überzeugung galt dem Ziel, Jugendlichen eine individuelle, persönliche Perspektive zu geben und sie auch außerhalb des Spielfeldes für das Leben fit zu machen.
Im Frühjahr 2001 wurde das Konzept erstmals der Öffentlichkeit präsentiert – und überzeugte von Beginn an. Am 7. Dezember 2001 wurde Anpfiff ins Leben e.V. von Dietmar Hopp und Anton Nagl wortwörtlich ins Leben gerufen.

Mit dem großen Rückhalt seiner Frau Marianne, seinen beiden Kindern Stefanie und Markus sowie seinen Enkeln schaffte er die Grundlage für das heute weit über die Landesgrenzen bekannte und viel beachtete Förderkonzept von Anpfiff ins Leben – seinem persönlichen Lebenswerk.

„Anton ist der geistige Vater von ,Anpfiff ins Leben‘, dieser einzigartigen Jugendförderung für tausende Jugendliche unserer Region“, würdigt Dietmar Hopp das herausragende Engagement von Anton Nagl. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass die Dietmar Hopp Stiftung dieses großartige Projekt von Beginn an unterstützt. Anton hat mit größter Leidenschaft sein Werk immer weiterentwickelt und schließlich, Anpfiff ins Leben‘ auch für Menschen mit Behinderung geöffnet, ein ganz besonders wertvoller Schritt. Er war für mich ein lieber und verlässlicher Freund und immer für jeden da. Sein Tod ist ein schmerzlicher Verlust für uns alle.“

(Foto: AiL) Anton Nagl, auf den Schultern von Jugendlichen aus der Förderung.

Anton Nagl verantwortete über 14 Jahre die Entwicklung von Anpfiff ins Leben e.V. Er versammelte zwölf Partnervereine unter dem Dach des gemeinnützigen Vereins, die sich alle gemeinsam für bessere Bildungschancen über den Sport einsetzen. In dieser Zeit wurden neun Standorte in der Metropolregion Rhein-Neckar aufgebaut und die Bewegungsförderung von Menschen mit Amputationen in das Konzept der Organisation integriert. Ein großes Netzwerk an Unternehmenspartnern, Spendern und Sponsoren, 50 hauptamtlichen Mitarbeitern, 300 Trainern und Betreuern, 70 Lernbegleitern, sowie vielen Ehrenamtlichen trägt seine Idee im täglichen Leben weiter.

Zum 1. Juli 2015 übergab er sein Amt an Dietmar Pfähler und wurde zum Ehrenpräsidenten von Anpfiff ins Leben e.V. ernannt. „Unsere Freundschaft verband die Liebe zu den Menschen, den Kindern und dem Fußball. Es ist mir eine Ehre, sein Lebenswerk weiterführen zu dürfen. Er ist und bleibt Vorbild für uns alle“, unterstreicht Dietmar Pfähler sein besonderes Wirken.
Bis heute haben über 16.000 Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Amputationen von seiner Idee profitiert. Sein unermüdlicher Einsatz für Andere war zutiefst beeindruckend. Er wird allen sehr fehlen.

Die Vereinsführung von Anpfiff ins Leben e.V.

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