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Verdiente 1:2-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund

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(foto RICCI): Subotic (Dortmund) klärt vor Demba Ba. Links Vedad Ibisevic.
Hoffenheim. 1899 hat es versäumt, mit einem Sieg gegen Borussia Dortmund zur Tabellenspitze aufzuschließen. Hoffenheim schaffte es aber nie, sein gefürchtetes Kombinationsspiel aufzuziehen und kassierte in einer hitzigen Schlussphase den entscheidenden zweiten Gegentreffer zur 1:2 (0:1)-Heimniederlage.
Die Begegnung begann mit einem Paukenschlag. Sahin eroberte im Mittelfeld gegen Salihovic den Ball, bediente Barrios, der mustergültig den gestarteten Blaszczykowski in Szene setzte. Der Pole drang in den Strafraum ein und schob das Leder vorbei an Hildebrand zum 0:1 flach ins rechte Eck (2.). Die frühe Führung passte den Borussen perfekt ins Konzept. Die Klopp-Elf störte früh, engte die Kreise von Carlos Eduardo und Co. geschickt ein und hatte die Kraichgauer in der Defensive bestens im Griff.
1899 dagegen fand kaum ein Mittel sich offensiv in Szene zu setzen und hatte große Mühe, überhaupt in Strafraumnähe vorzudringen. Anders die Borussia, die wesentlich zielstrebiger auftrat als die Gastgeber. Bis zur Pause mussten die Westfalen keine einzige brenzlige Situation überstehen. Auf der anderen Seite schloss Barrios zu schwach ab (39.), bevor Großkreutz nach Pass von Zidan Sekunden vor dem Pausenpfiff das 0:2 hätte erzielen müssen (45.).
Rangnick reagierte zur Pause und brachte Weis für Eichner sowie Vorsah für den verletzten Compper, der in der ersten Hälfte mit Hildebrand zusammengeprallt war. Die Auswechslungen zeigten prompt Erfolg. Nach einem Eckball von Carlos Eduardo klärte Hummels im Kopfballduell mit Ba nicht konsequent und der Senegalese köpfte nur vier Minuten nach Wiederbeginn zum 1:1 ein (49.).
Wer nun erwartete, die Partie würde zugunsten der TSG kippen, sah sich getäuscht. Dortmund verdaute den Gegentreffer schnell und knüpfte an die Leistung aus dem ersten Durchgang an. Barrios (52.), Zidan (58.) und Sahin (60.) waren für Hildebrand mit ihren Versuchen allerdings keine große herausforderung. Enger wurde es dann schon auf der Gegenseite, als Carlos Eduardo das Spielgerät nach einem tollen Ba-Zuspiel aus halbrechter Position ans Außennetz jagte (66.).
In der Schlussviertelstunde rückte Schiedsrichter Michael Kempter zunehmend in den Mittelpunkt. Als Ba angeschlagen am Boden lag, ließ der Unparteiische zunächst weiterspielen, um das Match genau dann zu unterbrechen, als Zidan eine Kopfballabwehr von Hildebrand aus über 40 Metern im leeren Tor versenkte (76.). Nur zwei Minuten später waren die Dortmunder Gemüter wieder beruhigt, denn Kempter entschied auf Strafstoß für den BVB, nachdem Simunic an Subotic gezerrt hatte (78.). Sahin verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:2 (79.). Doch damit nicht genug. Weitere zwei Minuten später wollte der erst sieben Minuten zuvor eingewechselte Maicosuel BVB-Keeper Weidenfeller mit einem Schlag auf den Arm zur Herausgabe des Spielgeräts bewegen. Der Schlussmann sank theatralisch zu Boden, Kempter schickte Maicosuel mit Rot vom Platz (81.). Die folgenden Unsportlichkeiten beider Seiten ließ der Referee indes ungeahndet.
Die Hoffenheimer Volksseele kochte. In Überzahl hatte der BVB in den letzten Minuten durch Barrios noch zweimal die Gelegenheit, den Sack endgültig zuzumachen, scheiterte jedoch beide male an Hildebrand. Am Ende blieb es beim verdienten 1:2-Endstand.
Ralf Rangnick : Es waren zwei verschiedene Halbzeiten. In der ersten Halbzeit war Dortmund besser, sie waren aggressiv und gut in der Platzbelegung. Wir waren da zu nachlässig. Nach der Halbzeit waren wir dann 30 Minuten besser und sind anders aufgetreten. Durch die Einwechslung von Weis kam mehr Aggressivität ins Spiel und wir hatten die Chance auf das 2:1 durch Carlos Eduardo. Der Elfmeter war eine zweifelhafte Entscheidung. Auch die Rote Karte muss man so nicht geben. Der Sieg ist aber nicht unverdient, Dortmund hatte einfach mehr Spielanteile. Wir wussten dass Dortmund ein anderes Kaliber als Köln ist.
1899 Hoffenheim – Borussia Dortmund 1:2 (0:1) 1899: Hildebrand - Beck, Simunic, Compper (46. Vorsah), Eichner (46. Weis) - Salihovic, Luiz Gustavo - Carlos Eduardo – Obasi (74. Maicosuel), Ba - Ibisevic. BVB: Weidenfeller - Owomoyela, Subotic, Hummels, Schmelzer - S. Bender, Sahin – Blaszczykowski (90. Felipe Santana), Zidan (80. Feulner), K. Großkreutz – Barrios. Tore: 0:1 Blaszczykowski (2.), 1:1 Ba (49.), 1:2 Sahin (79. FE). Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf). Karten: Rot für Maicosuel (1899) wegen Tätlichkeit an Weidenfeller (81.). Zuschauer: 30150. |
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