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Hat der SV Waldhof eine Chance vertan?

Viele Gespräche über Fußball bringen an ihrem Ende kein konkretes Ergebnis und keine neuen Erkenntnisse. Manchmal aber doch und gelegentlich sieht man die Dinge dann auch aus einer anderen Perspektive.

Hans-Jürgen Pohl, in des Wortes bester Bedeutung „Urgestein“ des SV Waldhof und Vorsitzender des Clubs der Ehrenmitglieder und Goldnadelträger bei den Blau-Schwarzen, fragte vor einigen Tagen, am Rande eines Fußballspiels, in die Runde, was die Anwesenden von den DFB-geplanten Freundschaftsspielen der Regionalliga-Südwest-Teams gegen die chinesische U20 Nationalmannschaft halten.

Kaum einer der Umstehenden hielt etwas davon, aber auch kaum einer konnte dafür rationale Gründe nennen. „Aus emotionalen Gründen“, entgegnete einer der Befragten, „eine chinesische Mannschaft hat in einer deutschen Liga nix zu suchen.“

„Emotionale Gründe kann ich gelten lassen“, war Hans-Jürgen Pohl sofort einverstanden. „Aber was spricht  - rational - eigentlich gegen ein einziges Freundschaftsspiel für das man dazu noch garantierte 15.000 Euro, plus Auslagen, bekommt?“

Die Frage stand im Raum und wurde zunächst einigermaßen plakativ beantwortet. Pohl ist ein besonnener Mann, den man durchaus zu den Traditionalisten beim Waldhof zählen darf. Und er hat etwas zu sagen. „Ich verstehe den Aufschrei der Fans nicht“, erklärt er. „Wenn man zu irgendeinem Zeitpunkt ein Freundschaftsspiel angesetzt hätte, für den spielfreien Tag in der Rückrunde der neuen Saison, wäre das überhaupt kein Thema gewesen. Weil aber die Sache mit der der chinesischen U20 - von wem auch immer - anfangs falsch dargestellt wurde, bauscht man das auf und ist dagegen, obwohl mittlerweile jedem klar sein sollte, dass vom DFB aus niemals geplant war, die Chinesen regulär in der Liga mitspielen zu lassen. Wenn das so wäre, könnte ich die Aufregung noch verstehen, aber diese Darstellung stimmt ja nicht.

Jede Mannschaft in der Regionalliga Südwest hat die Möglichkeit ein Testspiel, oder Freundschaftsspiel oder wie man das immer nennen mag, auszutragen und dafür gibt es Geld. 15.000 Euro für ein Spiel. Wenn dann vielleicht noch 1.000 Zuschauer kommen, hat man zusätzlich noch ein paar tausend Euro Einnahmen. Was kann man da dagegen haben?“

Allgemeine Zustimmung bekam Hans-Jürgen Pohl noch nicht, aber der Ur-Waldhöfer ist noch nicht fertig. „Meiner Meinung nach macht man da einen Fehler und denkt zu kurz. Laut IHK Rhein-Neckar gibt es in der Metropolregion rund 50 Firmen, die mit China Geschäfte machen - rund 50 Firmen. China hat über 1,3 Milliarden Einwohner. Wenn man es hinkriegt, dass ein Spiel mit der chinesischen U20-Nationalmannschaft  im chinesischen Fernsehen gezeigt wird und nur 5% dort das Spiel sehen, dann sind das 65 Millionen Menschen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es Unternehmen gibt, die die Übertragung  eines solchen Spiels unterstützen würden, wenn ihre Werbung dabei im Stadion zu sehen ist.“

Ob er wirklich glaube, dass  es in der Metropolregion Unternehmen gibt, die solch eine Aktion unterstützen würden, wird Hans-Jürgen Pohl gefragt.

„Warum nicht?“, erwidert er mit einer Gegenfrage. „Wenn man es nicht versucht, dann klappt das natürlich auch nicht. Aber das Potenzial ist da. Ich glaube, von den Verantwortlichen eines Vereins, der in den Profifußball möchte, kann man erwarten, dass sie Chancen erkennen - und dann auch versuchen, sie zu nutzen. Das versteht dann auch sicherlich der größte Teil der Fans, die sich ja auch alle wünschen, dass es beim Waldhof vorwärts geht. Das hier ist ein Weg. Warum, glauben Sie, fahren Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 nach China, um sich dort zu präsentieren?  Die wissen schon, was sie machen. Da sitzen tausende von chinesischen Zuschauern im Stadion, mit den Trikots der Bundesligisten …“

„Aber der SV Waldhof ist doch nicht mit  Bayern, Dortmund und Schalke zu vergleichen“, kommt spontan ein Einwand.

„Das vielleicht nicht, aber der SV Waldhof strebt den Profi-Fußball an. Das kostet Geld. Woher soll das kommen? Hier ist eine Möglichkeit. Bundesligavereine fahren nach China, um sich dort zu präsentieren - zum Waldhof käme eine chinesische Nationalmannschaft und bringt noch Geld mit. Wie das darüber hinaus noch genutzt wird, darüber sollte man sich halt mal Gedanken machen. Mit Klaus Schlappner könnte man vielleicht sogar einen Ex-Waldhöfer dazu gewinnen, der den chinesischen Fußball durch und durch kennt.

Und über noch einen Punkt sollte man sich Gedanken machen: 16 von 19 Südwest-Vereinen stimmen zu. Sie versuchen das wirtschaftlich zu nutzen. Und wenn ihnen das gelingt, und sie könnten sich dadurch personell verbessern, wäre die Konkurrenz in der Liga für den Waldhof noch größer und wir könnten gegenüber anderen Vereinen ins Hintertreffen geraten - wenn man sich vielleicht nicht doch noch besinnt. Vielleicht gibt es ja noch die Möglichkeit.“

Auf den Protest vieler Waldhof-Fans angesprochen, die sogar mit Rückgabe ihrer Dauerkarte gedroht haben, schüttelt Hans-Jürgen Pohl nur den Kopf. „Ich bin davon überzeugt, dass diese Haltung daher kommt, dass man am Anfang von einer Teilnahme der chinesischen U20 in der Regionalliga Südwest gesprochen hat.  PRO Waldhof hat ja daher in einem offenen Brief an den BFV-Präsidenten, Ronny Zimmermann, den Begriff „Implementierung“ benutzt, also ist von „Auffüllen“ der Liga die Rede. Aber das stimmt ja gar nicht. Von einer Teilnahme am Ligabetrieb ist keine Rede, es geht nur um die Austragung eines einzigen Spieles. Ganz ehrlich - dafür muss man doch nicht so eine Lawine lostreten.“

Seit 60 Jahren ist Hans-Jürgen Pohl nun Mitglied beim SV Waldhof und der Verein liegt ihm wirklich am Herzen. Es scheint, als mache er sich über alles Gedanken, was den SV Waldhof betrifft. Man kann seine Argumente nicht einfach wegwischen. Zu vieles spricht für sie. Und wenn sich die Haltung vieler Fans, die (zunächst) durch die falsche Darstellung der Situation zustande gekommen war, inzwischen doch verändert haben sollte, dann würde es Sinn machen - nach den neuen Erkenntnissen - das Thema vielleicht noch einmal aufgreifen. Dazu wäre die Geschäftsführung der Spielbetriebs GmbH gefragt. Zumal ja auch bei einer ersten, telefonischen, Anfrage, vom Alsenweg eine positive Antwort  gekommen war.

Manchmal bringen Gespräche am Rande eines Fußballspiels doch neue Erkenntnisse.

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