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hockeyliga Feld Damen Saison 2016/17

Fernduell um letzten Final-Four-Platz
Nur noch kleine Chance für DHC/ Für Rest geht es um guten Abschluss

Die  einzige  relevante  Entscheidung  fällt  an  diesem  letzten  Wochenende  der regulären  Saison  im  Fernduell  zwischen  dem  Club  an  der  Alster  und  dem Düsseldorfer  HC,  die  noch  um  den  letzten  verbliebenen  Platz  im  Playoff-Halbfinale  kämpfen.  Die  deutlich  bessere  Ausgangsposition  haben  dabei jedoch die Hamburgerinnen. Für den Rest der Mannschaften in der Bundesliga geht  es  darum,  sich  entweder  noch  einmal  unter  Wettkampfbedingungen  auf die  Endrunde  vorzubereiten  oder  die  Saison  möglichst  mit  einem  positiven Eindruck zu Ende zu bringen.

„Wir wollen uns nicht auf unserem Vorsprung ausruhen und spielen deshalb voll auf Sieg“,
verspricht  Alster-Trainer  Jens  George.  „Dazu  wäre  es  hilfreich,  dass  wir,  wenn  wir  es  am Ende schaffen, mit einem positiven Ergebnis in die Endrunde gehen. Das haben wir selbst in der Hand.“ Alster wolle von der ersten Minute alles in dieses Spiel reinlegen, auch weil man
es bestenfalls als letztes Vorbereitungsspiel für das Halbfinale ansehen wolle. Diesmal nicht
mit dabei ist die Cristina Guinea, die zum spanischen Nationalteam muss sowie der nach wie
vor verletzte Sabine Knüpfer.

Bei  Gegner  Harvestehuder  THC  würde  man  sich  nach  der  insgesamt  ziemlich  erfolglosen Rückrunde über den dritten Sieg in Folge zum Saisonabschluss freuen. „Es ist schade, dass wir  vor  allem  gegen  die  Teams  im  Mittelfeld  so  viele  Punkte  haben  liegen  lassen.  Da  war sicher  mehr  drin“,  resümiert  Trainer  Tomasz  Laskowski.  „Aber  wir  wollen  die  Saison  gut abschließen und den Schwung mitnehmen.“ Dass mit Winkler, Ziehm und Dechant  wieder drei Spielerinnen fehlen, „tut jetzt aber nicht mehr ganz so weh“, gibt der Coach zu.

Der  Düsseldorfer  HC  müsste  nicht  nur  sein  Heimspiel  gegen  die  bereits  für  die  Endrunde qualifizierten Kölnerinnen möglichst deutlich gewinnen, man muss zudem auf Schützenhilfe der  Harvestehuderinnen  und  eine  ebenfalls  deutliche  Niederlage  Alsters  hoffen.  Nur  dann könnte  der  Sprung  zurück  unter  die  Top-Vier  noch  gelingen.  Der  DHC  wird  wohl  mit Ausnahme von Annika Sprink mit nahezu komplettem Kader auflaufen Können. Rot-Weiss Köln  könnte  je  nach  Spielverlauf  sogar  noch  beeinflussen,  gegen  wen  man  im  Halbfinale spielen muss. Trainer Markus Lonnes bekräftigt jedoch: „Ist uns völlig egal. Für uns geht es darum, den Rhythmus zu behalten. Wir sind ja im Moment gut in Schuss.“ Düsseldorf sei in dieser Phase ein guter Gegner. „Ein Spiel auf diesem hohen Niveau hilft uns, die Spannung hochzuhalten  und  mit  voller  Fahrt  in  Richtung  Endrunde  zu  gehen.“  Dafür  könnte  sogar Naomi Heyn schon wieder in den Kader zurückkehren.

Tabellenführer und Ligameister Mannheimer HC hat bei einem Sieg gar einen Punkterekord
vor Augen. Kein Team hat seit Einführung der eingleisigen Zwölferliga in der Hauptrunde 56
Punkte erreicht. Dafür muss Trainer Philipp Stahr jedoch eine Gratwanderung unternehmen.
„Wir haben einige angeschlagene Spielerinnen, die wir natürlich möglichst schonen wollen.
Auf der anderen Seite wollen wir im Rhythmus und auf einer positiven Linie bleiben.“ Beim
Gastspiel  in  Rüsselsheim,  das  als  Absteiger  feststeht,  könnte  durchaus  beides  gelingen.
„Aber  man  kann  auch  aus  solchen  Spielen  noch  Erkenntnisse  ziehen.“  Dass  der  RRK  im letzten Spiel der Saison noch mal einen raushaut, scheint recht unwahrscheinlich, ging doch schon das Hinspiel mit 6:0 klar an den Favoriten. Doch vor eigenem Publikum will man zum Abschied aus dem Oberhaus sicher nicht noch einmal unter die Räder geraten.

Auch beim UHC Hamburg sieht man die letzte Hauptrundenpartie als Vorbereitungsspiel auf
das  Final  Four  an.  Doch  den  Großflottbeker  THGC,  der  zuletzt  in  Köln  und  in  Düsseldorf punkten konnte, wird man dennoch nicht unterschätzen, auch wenn das Ergebnis keinerlei Auswirkungen mehr auf die Position des UHC hätte. „Wir haben uns in den letzten Wochen ein gutes Gefühl erarbeitet und uns sowohl in der Tabelle wie auch in puncto Selbstvertrauen nach vorn gebracht. Das wollen wir natürlich beibehalten und uns das nicht noch durch eine schlechte Leistung kaputtmachen“, so Trainer Claas Henkel. Bei Gegner Großflottbek sei die Luft offenbar noch nicht raus, was Henkel in dieser Situation „eindrucksvoll“ findet. GTHGC-Trainer Michael Behrmann indes hofft, „dass wir auf diesem hohen Niveau noch einmal ein guter Spielpartner sein können. Nach unserem starken letzten Wochenende wollen wir uns jetzt auch beim UHC noch mal gut verkaufen, und danach ziehen wir mal eine Bilanz.“ Für Flottbek  wäre  ein  gutes  Ergebnis  auch  passend  für  den  Saisonausklang,  zu  dem  gleich mehrere Spielerinnen verabschiedet werden.

Für alle anderen Teams in der Liga dürfte am letzten Spieltag der Fokus darauf liegen, einen
ordentlichen Saisonabschluss hinzulegen. Einzige Ausnahme dürften dabei die Damen des
Münchner  SC  bilden,  die  in  ihrem  Spiel  beim  punktgleichen  Tabellennachbarn  Uhlenhorst Mülheim nicht nur ein weiteres wertvolles Testspiel für den Europapokal auf eigener Anlage am Pfingstwochenende haben, sondern zudem noch am starken Aufsteiger aus dem Westen vorbeiziehen könnten. Im Berliner Derby geht es „nur“ noch um die Ehre. Der BHC hat dabei sicher  noch  eine  Rechnung  offen,  denn  im  Hinspiel  gelang  Absteiger  TuSLi  ausgerechnet gegen den Lokalrivalen einer von nur zwei Saisonsiegen.

Sonntag, 21. Mai 2017
Düsseldorfer HC - Rot-Weiss Köln  11:30  
UHC Hamburg - Großflottbeker THGC  11:30  
Club an der Alster - Harvestehuder THC  11:30  
Berliner HC - TuS Lichterfelde  11:30  
Uhlenhorst Mülheim - Münchner SC  11:30  
Rüsselsheimer RK - Mannheimer HC  11:30  

deutsche hockeyagentur

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