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Mannheimer HC – Club Egara (ESP) 2:1

Die Herren des Mannheimer HC stehen bei ihrem zweiten Euro Hockey League-Auftritt nach  2010/11  durch  einen  2:1  (1:0)-Sieg  gegen  den  spanischen  Meister  Club  Egara erstmals  im  Viertelfinale  der  europäischen  Meisterschaft.  Das  Team  von  Trainer Michael  McCann  bestimmte  den  ersten  Durchgang,  verpasste  es  aber  nach  der Führung, einen weiteren Treffer zur ersten Vorentscheidung nachzulegen. Stattdessen kam der Club Egara besser ins Spiel und sorgte im letzten Viertel mit dem Ausgleich für erneute Spannung. Zumal die Quadratstädter in der ereignisreichen Schlussphase den  Faden  zu  verlieren  drohten.  Doch  Felix  Schües  erlöste  die  Mannheimer  wenige Minuten vor dem Schlusspfiff mit seinem Rückhandtreffer und sicherte seinem Team mit  dem  2:1  neben  Rot-Weiss  Köln  einen  zweiten  deutschen  Startplatz  im  EHL-Viertelfinale.  Dort  trifft  der  MHC  am  Ostermontag  um  13:15  Uhr  auf  UHC-Bezwinger Wimbledon HC.

Der   Mannheimer HC startete dominanter in die Partie,   erspielte   sich   aber   in   der Anfangsphase  keine  zwingenden  Chancen.  Zwei  Strafecken  von  Eckenspezialist  Gonzalo Peillat konnte der Club Egara entschärfen. Nach nicht ganz einer Viertelstunde fiel dann aber endlich  die  zu  diesem  Zeitpunkt  verdiente  Führung  für  die  Mannheimer:  Florian  Woesch setzte sich an der rechten Grundlinie durch, spielte vor dem Tor quer, und Guido Barreiros brauchte den Ball nur noch zum 1:0 über die Linie zu drücken (14.). In der Folge verlor der MHC  etwas  den  Faden  und  ließ  die  Spanier  besser  in  der  Partie  kommen.  Einen aussichtsreichen  Konter  konnte  Felix  Schües  nicht  mehr  kontrollieren,  Egara-Torwart Francisco Cortes rettete in höchster Not vor dem deutschen Stürmer. Mit der knappen Ein-Tor-Führung ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff ein ähnliches Bild wie vor Beginn der Pause: Schües kam rechts im Schusskreis zum Abschluss, aber Cortes hatte keine Probleme, diesen Schuss aus spitzem Winkel  zur  langen  Ecke  zu  parieren.  Das  Spiel  plätschert  nun  etwas  hin,  Höhepunkt  des dritten  Viertels  war  eine  scharfe  Mannheimer  Hereingabe,  die  Florian  Woesch  und  Timm Haaase  knapp  verpassten  (39.).  Auf  der  anderen  Seite  ließ  Egara  seine  erste  Strafecke ungenutzt.

Spannung kam noch einmal auf im Schlussviertel: Erst verzog Egaras Eduardo Arbos in der Schusskreismitte knapp. Dann wurde es noch einmal hektisch: Nach einem Defensivfoul am Mannheimer Schusskreis zeigte Schiedsrichter Bruce Bale erst Danny Nguyen Grün, meinte aber  wohl  Rhett  Halkett.  Am  Ende  saßen  beide  Mannheimer  auf  der  Strafbank,  bis  das Schiedsrichtergespann erst fast eine Minute später seinen Fehler bemerkte und die einfache Unterzahl  wieder  herstellte.  Mit  der  Strafecke,  die  dem  Foul  folgte,  setzte  Pau  Quemada einen Flachschlenzer mittig zum Ausgleich in die  Mannheimer  Maschen (52.). Kurz darauf bekam  Egara  nach  erfolgreichem  Videobeweis  eine  weitere  Strafecke  zugesprochen, Andreas  Späck  fischte  den  Flachschlenzer  aber  spektakulär  mit  dem  Schläger  aus  dem unteren rechten Eck. Die nächste spanische Strafecke konnten die Kurpfälzer wiederum per Videobeweis in einen Freischlag am Kreis umwandeln, Spielführer Jan-Philipp Fischer sah im Zuge dieser Diskussion noch einmal Grün und Mannheim drohte den Faden zu verlieren, während der spanische Meister nun Druck machte. Doch fast aus dem Nichts erlöste Felix Schües die Mannheimer: Mit noch knapp vier Minuten auf der Uhr fasste sich der 25-jährige Stürmer  ein  Herz,  zog  mit  der  argentinischen  Rückhand  aus  spitzem  Winkel  ab  und erwischte  Cortes  im  spanischen  Tor  auf  dem  falschen  Fuß.  Die  Kugel  schlug  zur  2:1-Führung  im  kurzen  Eck  ein  (56.).  In  den  Schlussminuten  war  der  MHC  auf  Ballhalten bedacht  und  lauerte  auf  Fehler  des  Gegners  und  Kontermöglichkeiten.  Egara  nahm  40 Sekunden vor dem Ende noch einmal den Torwart für das Überzahlspiel aus der Partie und kam so kurz danach auch noch einmal zur Möglichkeit, erneut auszugleichen. Der Ball strich aber knapp am Mannheimer Kasten vorbei, sodass es nach 60 Minuten bei der Mannheimer Führung blieb.

„Wir haben die erste Halbzeit dominiert“; stellte Mannheims Trainer Michael  McCann nach dem  Schlusspfiff  fest,  um  dann  aber  auch  einen  gänzlich  anderen  Durchgang  nach  der Pause  zu  sehen:  „Die  zweite  Halbzeit  war  schwieriger  mit  den  grünen  Karten.  Insgesamt haben  wir  gewusst,  dass  die  Defensivarbeit  wichtig  sein  wird.“  
Einzelne  Spieler  wollte McCann  nicht  vorrangig  loben,  sondern  unterstrich  den  Stellenwert  der  Mannschaft:  „Wir können nicht nur mit drei, vier, fünf Spielern spielen. Wir müssen als Team auf dem auf dem Platz stehen.“ Mit Blick auf das Viertelfinale am Montag gegen Wimbledon hatte der MHC-Trainer  dann  auch  bereits  einen  ersten  Matchplan:  „Wir  müssen  wieder  absolut  top verteidigen und unsere Chancen nutzen.“

Mannheimer HC – Club Egara (ESP) 2:1 (1:0)
Tore:
1:0 Guido Barreiros (14.)
---------------------
1:1 Pau Quemada (KE, 52.)
2:1 Felix Schües (56.)
Strafecken:  MHC 2 (0 Tore) / CE 3 (1 Tor); Grüne Karten:  Rhett Halkett, MHC (52., Körperfoul), Jan-Philipp Fischer, MHC (56., Unsportlichkeit) / Pau Quemada, CE (46., Stockfoul); Gelbe Karte:  --- / --- ; Zuschauer:  1.600; Schiedsrichter:  Jonas van 't Hek (NED) / Bruce Bale (ENG)

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